Freitag, 31. Juli 2009

Bryce Canyon N.P.



Auf der Fahrt zum Bryce Canyon passierten wir den Red Canyon. Wir waren erstaunt über die wirklich roten Felsformationen.


Als wir den Red Canyon verliessen fuhren wir zuerst durch einen Tunnel, danach fing der Bryce Canyon an.






Wir fuhren auf unseren Campground, welcher gemütlich von Bäumen geschützt wurde. Wir hatten ein grosses Stück Wald für uns mit vorbereiteter Feuerstelle. Als wir eingerichtet waren, grillierten Gianin und Hampi wieder ein Stück Fleisch und Mama kochte die Beilagen im Motorhome. Es war eine laue Sommernacht und wir vier sassen noch lange am Feuer und diskutierten über Gott und die Welt.

Claudia hatte sich im Visior Center informiert, welche Stationen am schönsten anzusehen sind. Am nächsten Morgen fuhren wir los und besuchten die diversen Aussichtspunkte. Unglaublich was uns alles erwartete. Nicht einmal auf den Fotos kann man die Schönheit und Vielfalt dieses Canyons sehen.
Allerdings meinte nach einer Weile Gianin: So jetzt habe ich genug Canyons gesehen ich steige nicht mehr aus dem Auto! Unsere Reise ging weiter Richtung Salt Lake City.

















Donnerstag, 30. Juli 2009

Arches N.P.

Im Morefield Campground von Mesa Verde waren wir wunderschön im Grünen gewesen. Am Abend und am Morgen besuchte uns jeweils ein Reh, die Kinder konnten im Gras Baseball spielen und es war nachts ruhig (was es bis jetzt eigentlich auf jedem Campground war), sehr still und der Sternenhimmel klar.
Am Morgen liessen wir uns Zeit mit der Abreise Richtung Arches N.P. und assen alle eine grosse Portion Pancakes. Etwa drei Stunden dauerte die Fahrt, dazu kam noch Einkaufszeit, wie immer, wenn der Kühlschrank leer wurde.
Balanced Rock am Eingang des Parks

Am Nachmittag kamen wir auf dem wunderschönen Campground im Arches an. Nun nicht mehr im kühlen Grün, sondern von heissen roten Felsen (slickrock) umgeben. Ganz anders, nicht weniger schön, für uns Schweizer natürlich sehr speziell. Kein Pool (das wichtigste Kriterium für die Kinder), aber ein Waschbecken, wo man sich abkühlen konnte. Schliesslich waren die Temperaturen wieder auf ca. 40 Grad oben, da war kühles Wasser willkommen.

Gegen Abend machten wir uns auf einen kurzen Hike (1 mile), der über Stock und Stein, oder eher über Sand und Felsen, ging. Dauer: Über eine Stunde, wunderschön in der Abendsonne. Zum Abendessen dann ein feines US-Steak!


Über Nacht hatte es kaum abgekühlt, die Felsen strahlten die Hitze die ganze Nacht über aus und wir machten uns deshalb früh auf durch noch schattige Schluchten zum längsten Naturbogen der Welt, dem Landscape Arch und dem Double-O-Arch. Eine drei-stündige Wanderung über Felsen und durch Schluchten, für nicht ganz Schwindelfreie nicht immer geeignet! Wir tranken Unmengen Wasser und waren froh, gegen elf Uhr, als es so richtig heiss wurde, zurück beim RV zu sein.
Landscape Arch

Double-O-Arch

Die Siesta verbrachten wir im Schatten, kühlten uns mit Wasser und stellten uns auf den Hike am Abend ein. Wolken zogen auf und wir fuhren so um fünf Uhr zum Ausgangspunkt der Wanderung zum Delicate Arch, dem wohl bekanntesten Arch dieses Nationalparks. Bei 40 Grad ziemlich anstrengend, aber es lohnte sich! Es war auch ein wenig unheimlich in dieser Höhe bei Wind und dunklen Wolken.











Am Schluss des Aufstiegs ganz am Abgrund vorbei....

Doch es lohnte sich!


Abstieg über den riesigen Slickrock (double-click to enlarge)



Nach einem schnellen Abendessen (kochen mochte niemand mehr, alle waren müde) gingen wir schlafen. Nochmals eine heisse Nacht und dann gings weiter Richtung Bryce Canyon.

Mesa Verde N.P.



Der Mesa Verde (grüner Tisch) ist ein Hochplateau, wunderschön gelegen. Wir sahen die in Felsen gebauten Indianersiedlungen, welche teilweise noch in sehr gutem Zustand sind.

Als erstes besuchten wir das Museum. Dort fanden wir viele Requisiten, welche von der Zeit, die die Ureinwohner dort verbrachten, gesammelt wurden: Geschirr, Waffen, Werkzeuge, Kleider, etc.

Wir erfuhren von der Geschichte der Anazasi Indianer:
1-550 n.Chr. The Basketmakers (Körbeflechter): Sie waren Nomaden und zogen von Ort zu Ort. 550 - 750 n.Chr. The modified Basketmakers: Sie siedelten sich auf dem Mesaverde an, wurden sesshaft und bauten Getreide an.
750 - 1100 n.Chr. The Development Pueblo, sie lebten als Farmer auf dem Hochplateau des Mesa Verda.

Das Wasser mussten sie aber aus den Höhlen auf beschwerlichem Weg auf das Plateau hohlen.
1100 - 1300 The great pueblo Period. Sie siedelten sich in den Höhlen an, konnten das Wasser so nur noch sammeln. Sie bauten sich ihre Wohnstätten.

Zuerst bauten sie nur Vertiefungen in den Boden (pit). Diese hatten aber ein ausgeklügeltes System, damit immer genug Luft herein- und der Rauch wieder hinaus kam. Das Dach bestand aus Holz und Ästen.

Später bauten sie richtige Häuser mit Zimmer und Vorratsräumen.

1266 -1299 n.Chr. war eine Dürreperiode, welche die Indianer aber überstanden. Um 1300 n.Chr. verliessen sie Mesaverde. Die Population war rasch gewachsen und es hatte bald zu wenig zum Essen und Trinken, kein Holz mehr zum Sammeln und zu wenig "Ackerland" auf dem Mesaverde.

Sie wanderten in den Süden und nannten sich fortan: Hopi, Zuni, Navaho usw. Diese Stämme leben heute noch in diesen Regionen.


Donnerstag, 23. Juli 2009

Painted Desert - Monument Valley - Four Corners



Nach dem überwältigenden Grand Canyon fuhren wir wieder hinunter in die Wüste - Painted Desert. Bescheidener, aber immer noch sehr speziell, diese wie gemalten Hügel aus Sand.







Auch beim Monument Valley gibts nicht viele Worte, nur Bilder, die auch nicht ganz, aber immerhin ein bisschen die Stimmung vermitteln können. Wir sassen und standen einfach dort und bewunderten die Aussicht - the mittens - und all die anderen beeindruckenden Felsformationen, die man bestenfalls aus Filmen oder von Bildern kennt. Man fühlte sich wirklich im Wilden Westen, es war heiss, es windete und Indianer, die uns einen Trip im Jeep anboten, sassen herum. Wir wollten aber einfach in Ruhe schauen und geniessen.





Es gibt nur einen Ort in den USA, wo vier Staaten aufeinander treffen, the Four Corners. Diesen Ort verpassten wir nicht und standen zusammen auf diesen vier Staaten!

Mittwoch, 22. Juli 2009

Grand Canyon N.P.

Nach der heissen Glitterstadt Las Vegas machten wir uns am Morgen auf den weiten Weg zum Grand Canyon, welcher durch die Erosion in Millionen von Jahren gebildet wurde. Die Wüstenhitze hielt noch lange an, die Sachen im Kühlschrank waren nur halbkalt, die Klimaanlage kühlte auch nur knapp und so waren wir eigentlich froh, als unterwegs Wolken aufkamen. Nur wurde es immer schlimmer, es fing an zu regnen und wir fuhren in ein Gewitter, nicht tragisch, aber auch nicht gerade wünschenswert auf so einer Reise!


Nach der Fahrt, die inklusive Einkaufen und Tanken, etc. fast den ganzen Tag dauerte, installierten wir unseren RV im Nationalpark an einer wunderschönen, ruhigen Site, inmitten von Bäumen und Sträuchern. Bald sahen wir ein paar kleine Wildsäuli und Rehe (deers). Draussen an unserem picknick table konnten wir dann essen. Es hatte aufgehört zu regnen.

Früh am nächsten Morgen schien die Sonne und es war so heiss, dass wir nicht draussen z'Morge essen konnten. Aber bald schon kamen wieder Wolken auf und unsere erste Grand Canyon Besichtigung fand im strömenden Regen statt.

Die Bilder vom ersten Tag sind also eher düster, aber der Eindruck des Canyon war nicht weniger imposant, vielleicht sogar noch beeindruckender als an einem sonnigen Tag. Wir konnten aber, nachdem das Gewitter vorüber war, immer wieder ein wenig dem Rim entlang wandern, was auch den Kindern sehr gut gefiel.



Am nächsten Tag konnten wir dann bei etwas mehr Sonnenschein dieses gewaltige Naturphänomen bewundern. Dem Desert View Drive entlang bestaunten wir immer wieder andere Formationen, immer wieder faszinierend und immer wieder anders. Wir waren bereits in Richtung Osten unterwegs an unser nächstes Ziel.



Und zum Schluss ein kleiner Video-Eindruck:

Montag, 20. Juli 2009

Las Vegas

















































Um 8 a.m. fuhren von Tuscon Richtung Las Vegas los. Auf dem Weg hielten wir in einem Wafflehouse an, um uns für die lange Fahrt zu stärken. Es war sehr eindrücklich, durch diese Wüstenregion zu fahren. Wir haben alles gesehen, von totaler Sandwüste bis schönster Wüstenvegetation.

Kurz vor dem Ziel fuhren wir über den Hoover Dam. Zuerst durchsuchten die Security Leute unseren RV (wird bei allen gemacht), dann konnten wir losfahren. Der Hoover Dam wurde von 1931-1936 erbaut und staut den Lake Mead über ca. 150 km.
Um 6 pm kamen wir in Las Vegas auf dem KOA Campground an. Es war so heiss, dass die Kinder sofort Richtung Pool verschwanden.

Am Abend schlenderten wir den Strip entlang, suchten lange nach einem Restaurant, das uns entsprach und fanden es nicht. So assen wir schlussendlich in einem Burger King inmitten der einarmigen Banditen. Es wurde Mitternacht, bis wir, müde von der langen Fahrt und dem lärmigen, blinkenden und aufregenden Abend, müde ins Bett fielen.

Am folgenden Morgen kühlten wir uns erst mal im Pool ab. Die Wüstentemperatur hatte auch die ganze Nacht über angehalten. Am Nachmittag regnete es kurz, Abkühlung wars aber nicht. Wir nahmen den Bus bis Ende Las Vegas Boulevard und liefen den Strip zurück. Die Kinder shoppten, fotografierten und staunten über die verrückten Sachen, welche es zu sehen gab.


Gianins und Hampis Traum, welchen sie schon seit Monaten träumten, erfüllte sich an diesem Abend. Ein riesengrosses T-bone Steak (20 oz, ca. 620 Gramm), butterzart und sehr gut gewürzt, assen wir in einem wunderbaren Restaurant direkt am Strip.
Gestärkt verliessen wir das Restaurant und fuhren mit dem Bus Richtung Stratosphere Tower, wo wir den Ausblick über die ganze Stadt geniessen konnten. Einfach wunderschön! Für alles andere lassen wir Bilder sprechen. (Pictures copyright by the4carls)