Montag, 10. August 2009

Milwaukee

Wir kamen nach einem 4-Stunden-Flug in Chicago an - es regnete in Strömen, war aber warm. Auf dem Weg nach Milwaukee hielten wir an, um z'Nacht zu essen, dann gings weiter Richtung Ziel. Es war schön, bei Dunkelheit in Milwaukee anzukommen. Froh, da zu sein, fielen wir müde in unsere zwei Double-Double-beds.



Den riesigen Bau von Allen-Bradley (Rockwell Automation) sahen wir bei unserer Ankunft abends in Milwaukee schon von weitem. Ein sehr schöner, überragender Bau, von welchem man die Uhr von weitem sieht. Und tagsüber natürlich auch die USA-Flagge!





Hier ging Papi/Grosspapi Hans 10 Jahre lang zur Arbeit. Bestimmt hat er nie davon geträumt, dass seine Enkel einmal dort stehen und diesen alten Bau bewundern und sich vorstellen würden, wie Grosspapi dort zur Arbeit ging.





Und hier, Nordberg hiess die Company damals, arbeitete Mami/Grossmami Ursula. Geschichten über Leute mit deftiger Sprache gibts nur von ihr persönlich zu hören.







Im Columbia Hospital wurde Claudia geboren, Datum nach so vielen Jahren unwichtig (oder man weiss es eben...).


Die Weidmanns haben an diversen Ort gewohnt in Milwaukee. Wir haben
diese alle besucht. Teilweise waren die jetzigen Bewohner erstaunt, was wir dort zu schauen hatten, freuten sich aber und fingen an zu schwatzen, als wir erklärten, warum wir die Häuser anschauen und Fotos machen.












Hier hat Claudia oft im Wägeli draussen vor dem Haus geschlafen.

















An diese Strasse konnte Claudia sich noch gut erinnern - die Apple Blossom Lane, wie alle Häuser in einer sehr ruhigen Strasse mit einem Flüsschen am Ende. Das Foto ist eine Kopie eines Bildes, auf dem Claudia etwa 4-jährig war. Der Baum vor dem Haus wurde von Hans Weidmann anno 1967 gepflanzt!




Das letzte Heim der Weidmanns in den USA, damals brandneu, heute von alten Bäumen umgeben, wie sehr viele Wohnquartiere in Milwaukee.









Hier ging Claudia zur Schule!

Und hier wohnte sie, als sie zwanzig war und ihr Englisch an der UWM (Univercity of Milwaukee Wisconsin) perfektionierte (ja, damals war es noch viel besser als heute).








Auch mal für ein paar Wochen im Schloss gewohnt...


Wir trafen Yvonne Huetiger und ihren Ehemann Fernando. Wir schauten das Appartment an, das momentan geräumt und renoviert wird und bestaunten die europäische Architektur, die wir in dem museum-ähnlichen Haus (einst ein Hochzeitsgeschenk) antrafen. Viele interessante Tipps gaben uns die beiden für unseren Chicago-Aufenthalt, denn dort sind sie zu Hause.




Das Museum of Modern Art in Milwaukee ist ein wunderschöner Bau. Es ähnelt einem Vogel oder einem Schiff. die Flügel sind offen, wenn das Museum offen ist und geschlossen, wenn es zu ist. Wir konnten beobachten, wie sie ganz langsam zugingen. Noch schöner wars, als sie sich öffneten. Wie ein Vogel, der zum Flug ansetzt. Architekt war übrigens Calatrava (siehe Bahnhof Stadelhofen.)





Hier werden die Flügel eingefahren und liegen zum Schluss dann ganz am Körper an.














Beim Besuch bei Otti Leupi und seiner Familie verbrachten wir einen lustigen, unterhaltsamen Nachmittag. Flurina sah im Garten Hasen und Eichhörnchen, wir besuchten seine Orchideen im Treibhaus und wir hatten einfach viel Zeit zum Schwatzen und Witzeln. Wiederum schön, nicht immer nur Tourist, sondern auch bei jemandem zu Hause zu sein.


Wen sehen wir da? Das ist ja klar, aber wo? Nicht am Meer, nein, das ist der Lake Michigan mit verschiedenen Beaches in der Stadt. Wunderschön zum sünnelen, Beach volley spielen, aber eiskalt zum Baden!











Spontan fuhren wir bei Vreny Roth vor und ebenso spontan lud sie die Kinder ein, in ihrem Pool zu baden, was sie strahlend annahmen. Wir setzten uns in den riesigen, gemütlichen, schweizerisch-amerikanischen Garten und die ganze Zeit, während der wir Erwachsenen redeten und einen Drink nahmen, konnten die Kinder ausgelassen schwimmen.


Das letzte Abendessen in Milwaukee nahmen wir im Pandle's ein, ein über 100 Jahre altes family restaurant, sehr gemütlich eingerichtet. Doch es war so schön, dass wir im Garten assen. Alle Steak, nur Flurina begnügte sich mit Onion Rings
.
Schlussendlich möchten wir von Milwaukee einfach ein paar Impressionen zeigen. Es ist eine Stadt von überschaubarer Grösse. Wir kamen gut darin zurecht, was wohl mit dem amerikanischen Strassensystem erklärbar ist. Es gibt viele ansprechende Wohnquartiere. Ein Häuschen am anderen, immer mit einem kleinen Garten, jedes ein Unikat. Wir haben kaum zwei Mal dasselbe gesehen. Viele Quartiere einfach, aber sauber und gepflegt, aber es gibt auch eine "Goldküste" dem Lake Drive entlang, wo gepflegte Villen in Pärken mit langen Zufahrtswegen und eisernen Einfahrtstoren zu sehen sind. Nach all den spektakulären Attraktionen im Westen fühlten wir uns in der gutbürgerlichen Stadt im Mittleren Westen schnell wohl.










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