Claudia ist der Beste Co-Pilot, den man sich vorstellen kann. Wir fahren mit dem Navigationssystem (mit der Stimme von Richie), aber Claudia vergleicht die vorgeschriebene Route immer mit der Karte. Oft hat sie schon Wege gefunden, auf welchen wir zwar gleich schnell waren, aber einige Kilometer weniger zu fahren hatten. So auch auf dem Weg nach Virginia City, NV. Als Richie (unsere Navi Stimme) den Weg vorschlug, meinte Claudia: " So en Seich, da fahren wir ja einen riesigen Umweg." Wir verliessen den Highway und fuhren auf der Landstrasse durch schöne Dörfer. Je näher wir dem Ziel kamen, desto kleiner wurden die Dörfer und schmaler die Strassen. Nach dem letzten Dorf wurde die Strasse noch schmaler und immer steiler. Hampi, der meinte er fahre nach Arosa, drückte noch ein wenig aufs Gas. Claudia mahnte Hampi immer wieder aufzupassen, dass er nicht von der Strasse abkam, oder einen hervorstehenden Felsen streifte. Kurz vor der Einfahrt nach Virginia war es so steil, dass unser Gefährt im ersten Gang fast nicht mehr vorwärts kam. Endlich erreichten wir die breite Strasse, welche vom Highway direkt nach Virginia City führte. Nachdem wir unseren RV auf einem Parkplatz abgestellt hatten, besuchten wir das Museum, welches uns einen Überblick über das Leben und vor allem über das Schaffen in den Silberminen vermittelte. Zur besten Zeit der Stadt, die Silber und Gold im Wert von über 1 Milliarde $ zu Tage führte, wohnten hier 30'000 Menschen, heute sinds noch 1'000.
Im Anschluss an den Museumsbesuch buchten wir eine Sight Seeing Tour in einem offenen Trolley und fuhren durch das Städtchen. Wir sahen Saloons, das Gerichtsgebäude, die Oper, mehrere Kirchen, den Friedhof, die Schule, viele Bars und Häuser, in welchen die Menschen wohnten oder teilweise immer noch wohnen.
Danach schlenderten wir durch die Strassen, schauten in Läden, (unglaublich, was teilweise für Ramsch verkauft wird.) In einem alten, gemütlichen Restaurant assen wir z'Mittag und wollten eigentlich zu unserem RV und weiter zu unserem nächsten Ziel, aber oha lätz....
"Forever Christmas", stand gross an einem Gebäude und Hampi wettete 100 US$, dass Claudia nicht an diesem Laden vorbeigehen würde. Schwupps, verschwand sie auch schon hinter der Ladentür und kam erst wieder heraus, als sie die Kreditkarte und Hampis Unterschrift brauchte. Auf jeden Fall hat Ganin zum ersten Mal in seinem Leben eine Christbaumkugel zum Geburtstag bekommen und Claudia einen grossen Teil ihrer Weihnachtseinkäufe bereits erledigt.
Weiter gings auf der schönen, breiten Strasse Richtung Highway. Nur Richie sträubte sich, der wollte unbedingt auf dieselbe Strasse zurück, auf der wir gekommen waren..........
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